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Der Frauenmantel - Alchemilla vulgaris

Text und Foto: Yves Stöhr

11.06.2016

Frauenmantel
(c) Yves Stöhr Frauenmantel

Zur Zeit blüht der Frauenmantel wieder in vielen Gärten und auf den Wiesen. Er ist eine geheimnisvolle Pflanze auf deren Blättern sich der Morgentau sammelt sowie eigenes, überschüssiges Wasser der Pflanze. In der Sonne schimmern die Wassertropfen in den Blättern wie kleine Edelsteine. Die Tropfen entstehen durch den Lotuseffekt, bei dem das Wasser an der Oberfläche der Blätter abperlt.

In der Frauenheilkunde wird er oft bei typischen Frauenleiden wie schmerzhaften Monatsblutungen, Wechseljahrsbeschwerden und generellen Zyklusproblemen eingesetzt. Außerdem hilft er bei Halsschmerzen und Mundschleimhautentzündungen.

Über den Frauenmantel sind keine Nebenwirkungen bekannt, allerdings sollten Frauen in der Schwangerschaft die Pflanze meiden weil sie stimulierend auf die Gebärmutter wirkt.

Die Inhaltsstoffe des Frauenmantels sind: Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und Ätherische Öle.

Er wächst auf sonnigen bis halbschattigen feuchten Böden, im Garten gerne an Bach, Gräben und in Waldrandlage.

Die Vermehrung des Frauenmantels gelingt über Samen oder Wurzelteilung.

Frauenmantel blüht gelb-grün von Mai bis August und eignet sich sehr gut zum Trocknen. Am besten empfiehlt es sich zu warten bis die Wassertropfen auf der Pflanze abgetrocknet sind und sie dann zu trocknen. Dafür schneidet man ein paar Blätter mit Stiel und Blüten ab und hängt sie kopfüber im Schatten an die Luft.

 

Rezepte zum Kennenlernen:

Frauenmantel-Tee!

1 gehäuften Esslöffel Frauenmantelkraut mit heißem Wasser übergießen, abgedeckt 10 Minuten stehen lassen und danach genießen.

Salat:

Frauenmantelblätter eignen sich auch sehr gut als Wildsalat: Dazu einfach einige Blätter zum normalen Salat geben.

Frauenmantel
(c) Gudrun Kaspareit Frauenmantel
Kommentare: 3
  • #3

    Friedrich (Dienstag, 05 Juli 2016 13:04)

    Bei uns im Osterzgebirge wächst der seltene Bergwiesen-Frauenmantel. Leider habe ich kein eigenes Foto davon. Auf www.bergwiesen-osterzgebirge.de/impressionen kann man ein Bild davon sehen.

  • #2

    erika (Montag, 04 Juli 2016 21:02)

    Lieber Ives, es ist so erfreulich zu lesen, wie weit Deine Plaene fuer die Zukunft gehen. Deine wunderbar breite Gaertner-Lehre war bereits spezialisiert auf Kraeuter. Es folgten absolvierte Lesungen und Seminare bei Prof.Stoehrl und nun bist Du im Ethno Botanischen Institut in Freisen. Deine fortlaufenden Studien haben das Studienziel des Natur- und Kraeuter-Paedagogen, sowie des Wildnis Paedagogen.
    Mir gefaellt es sehr, dass Du wiederholt das Wort "Paedagoge" waehltest. Ein Paedagoge gilt als Kindesfuehrer. Urspruenglich war es ein Sklave, der die Kinder fuehrte und begleitete; und daraus entwickelte sich die schoene Bedeutung des Betreuers und Lehrers. Moegen Dir alle Ziele muehelos gelingen.

  • #1

    Eva Schmelzer (Freitag, 01 Juli 2016 15:22)

    Yves hat diese schöne und heilkräftige Pflanze so anschaulich beschrieben, dass ich meinen nächsten Spaziergang ganz gezielt nach der Frauenmantel-Suche machen werde. Dafür werde ich einen schönen Weg entlang der naturbelassenen Düssel (ich wohne in D’dorf) wählen, da sind die Chancen laut der Beschreibung gut, ihn zu finden. Für meinen täglichen Salat nehme ich dann auch gern ein paar Blätter zum Untermischen mit, nicht nur wegen des Geschmacks, sondern auch des gesundheitlichen Nutzens durch die Gerbstoffe, Bitterstoffe, Flavonoide und Ätherischen Öle.