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Die Wildnisfamilie

Eine Familie zieht in die Wildnis von Line Fuks - Exposè

 

Email: wildnisfamilie@gmx.de

https://www.wildnisfamilie.net/

https://www.facebook.com/wildnisfamilie

31.12.2014

 Wer das Buch bestellen möchte, kann das hier tun:

https://www.wildnisfamilie.net/news/2015/1/20/leseprobe-eine-familie-zieht-in-die-wildnis

(c) Line Fuks
(c) Line Fuks

Inhaltsangabe

Wie viel Wildnis ist in uns?

 Eine Familie mit sieben Kindern zieht in die Wildnis Nordamerikas, um dort wie unsere Vorfahren zu leben. Abgeschnitten von der Zivilisation tauchen sie ein in ein Leben im Einklang mit der Natur.

Sie verabschieden sich in dieser Zeit von Waschmaschine, Handy und Internet. Herd und Heizung werden eingetauscht gegen ein Lagerfeuer, an dem primitiv ohne Topf gekocht wird. Der Wald wird ihr Zuhause, Wölfe und Kojoten werden ihre neuen Nachbarn sein.

Dieses Buch erzählt das Abenteuer einer Familie mit all seinen Höhen und Tiefen und ermutigt seine Träume zu leben.

Konzept

„Was man liebt, auf das gibt man Acht.“ Gemeinsam mit ihrer Familie und anderen Menschen unternimmt die Autorin den Selbstversuch, im Rahmen einer Wildnislehrerausbildung in den Wäldern Nordamerikas wie unsere Vorfahren zu leben. Fern von Zivilisation und mit nur wenigen Gegenständen aus der Neuzeit tauchen sie immer tiefer in die Welt von damals ein. Stück für Stück eignet sich die Familie Fertigkeiten für das Überleben in der Wildnis an und lässt im Gegenzug mehr und mehr von den zivilisatorischen Dingen wie Streichhölzer, Zelt und Topf los.

 

Eine weitere besondere Herausforderung dabei ist das Zusammenleben in einem Clanverbund. Anschaulich beschreibt die Autorin die Verhaltensweisen der aus unterschiedlichen Kulturen und aus insgesamt drei Generationen stammenden Clanmitglieder bei dem Versuch, in dieser Extremsituation zu bestehen.

 

Sie stellt dar, wie Menschen infolge der entstehenden Konflikte innerhalb dieses Clans an ihre mentalen Grenzen gelangen und wie sie mit diesen Konflikten und Grenzerfahrungen umgehen. Selbstreflektorisch geht sie hier insbesondere auch auf ihre eigene Konfrontation mit dem Clan, bedingt durch ihre Andersartigkeit gegenüber dem dortigen Lebenskonzept, ein.

Weitere in diesem Buch behandelte Themen sind unter Anderem Kindererziehung, Ernährung, Toleranz, Naturerfahrung, persönliche Komfortzonen und Entbehrung.

Zielgruppe

 Das Buch „Eine Familie zieht in die Wildnis“ bietet ein breites Spektrum an Themen aus unterschiedlichsten Wissens- und Interessensgebieten:

 

 Survival / Überlebenstraining / Bushcrafting  Ernährung  Naturliebhaber  Wildnispädagogik / Erlebnispädagogik / allgemeine Pädagogik  Ökologie / Nachhaltigkeit  Wildniswissen / Geschichte  Redekreis / gewaltfreie Kommunikation  Waldkindergärten, Naturkindergärten  Selbstversorger / Off Grid / Homesteading

 

Daher spricht das Buch eine vielschichte Leserschaft an. Familien, Pädagogen, Jugendmitarbeiter und Umweltinteressierte ebenso wie Hobbysurvivalisten, Selbstversorger und Lebenskünstler. Diese Interessensgebiete sind in allen Altersstufen vertreten und somit bedient dieses Buch Leser im Alter von 16 bis 99 Jahren.

Warum dieses Buch

Unsere Zeit ist geprägt von Konsumdenken, Müllproduzieren und Einsamkeit. Fast Food und Internet bestimmen unseren Lebensstil.

Menschen sind auf der Suche nach Alternativen. Immer mehr haben den Wunsch im Einklang mit der Natur zu leben, ihrem Leben Sinn zu geben und es zu entschleunigen.

 Unsere heutige Generation hat sich von der Natur entfremdet. Doch wir können nur lieben, was wir kennen und achten wiederum nur das, was wir lieben gelernt haben. Waldkindergärten, Wildnispädagogik und Eltern machen sich mehr und mehr auf den Weg zurück zur Natur, um Kindern und Erwachsenen wieder einen Zugang zu geben und eine Verbindung zu schaffen. Nur über diese Verbindung kann es Umweltschutz und Naturschutz geben.

Wie viele andere Menschen auch spürte die Wildnisfamilie eine Sehnsucht, in den Kreislauf der Natur einzutauchen. Sie haben etwas gemacht, wovon viele Menschen träumen und ihr Wunsch ist es, diese Menschen teilhaben zu lassen und vielleicht ein Anstoß zu sein, es selbst zu tun.

Als ehemalige Waldkindergartenkinder und -eltern war der Wildnisaufenthalt eine Art Fortsetzung und Vertiefung der Erfahrungen innerhalb der Waldkindergartenzeit.

Der Filmemacher Michel Orion Scott, der den Film „der Pferdejunge“ verfilmte, hat uns während der Zeit in der Wildnis immer wieder mit der Kamera begleitet. Der Film befindet sich aktuell im Schnitt und wird voraussichtlich im Jahr 2015 erscheinen.

Kurzvita der Autorin

Line Fuks lebt gemeinsam mit ihrer Lebenspartnerin und ihren sieben Kindern als reisende Freilernerfamilie irgendwo auf der Welt. Basisstation ist ein Selbstversorgergrundstück in Zentralportugal. Dort leben sie ein naturnahes Leben in einer Jurte.

(c) Line Fuks
(c) Line Fuks

Wir lieben die Natur. Ich habe einen Waldkindergarten gegründet für meine Kinder. Mir war es wichtig, dass sie die "Wildnis / Natur" kennenlernen - denn nur was man liebt schützt man.
Wer träumt nicht von "into the wild"? Wir hatten diesen Traum und sind mit unseren Kindern in die Wildnis Nordamerikas gezogen. Dort lebten wir ein Leben im Einklang mit der Natur. Unsere Nachbarn waren Wölfe, Kojoten und Bären.
Ein respektvoller Umgang mit den Ressourcen und das Erlernen von Wildnisfähigkeiten, die unsere Vorfahren kannten, wurden von uns verinnerlicht.
Diese sehr prägende Zeit, fern ab von der Zivilisation, mit Kleinkindern und Teenagern haben wir nun als Erfahrungsbericht als Buch veröffentlicht. Ein Familienabenteuer als Familienprojekt steht also nun zum Verkauf.
Wir möchten Menschen Mut machen ihren Traum zu leben. Und unser Anliegen ist es die Natur der heutigen Generation nahe zu bringen -
Über viele Unterstützer und Leser würden wir uns sehr freuen.
Die Wildnisfamilie

(c) Line Fuks
(c) Line Fuks

Kinder laufen blind durch den Wald

Während unseres Aufenthaltes in den Wäldern Nordamerikas war es ganz natürlich, das wer nachts Pipi musste, im Dunkeln durch den Wald lief. Der Gemeinschaftsplatz des Clans und unsere Schlafunterkunft, ein kleiner aus Holz gebauter Unterstand, lagen auch weiter auseinander. Als es früh Dunkel wurde und wir das Abendessen dementsprechend im Dunklen zu uns nahmen, liefen wir ebenfalls durch die vom Mond mehr oder weniger erhellte Nacht. Die folgende Übung hat uns als Familie sehr gut darauf vorbereitet damit klar zu kommen.

Die Kinder verbinden sich ihre Augen und während dessen verstecke ich mich irgendwo in weiterer Entfernung von ihnen. Dort suche ich einen dickeren Stock und warte ab, bis ich merke, dass alle fertig sind.
Nun beginne ich mit dem Stock auf einen Baumstamm zu schlagen. Ein Geräusch was laut genug ist, dass die Kinder es hören können. Meistens dauert es einen kurzen Moment, bis sie orten aus welcher Richtung der Ton kommt.
Ihre Aufgabe ist es nun, mich, anhand der von mir gelegten Geräuschspur, zu finden. Dabei ist es wichtig, dass sie immer wieder inne halten um sich auf das Geräusch neu ausrichten zu können. Denn ihre eigenen Schritte, das Rascheln der Blätter, ihr Atmen und der Wind können das Geräusch überdecken und verfälschen.
Aus diesem Grund wechseln sich Bewegung und Stillstand in regelmäßigen Abständen ab.

Während ich in einem bestimmten Rhythmus die Kinder zu mir locke, kann ich beobachten, wie unterschiedlich sie mit dieser Situation umgehen.
Es gibt die, die fast auf dem Boden krabbeln und die Erdung als Sicherheit benötigen.
Andere gehen stakkatoartig, ruckartig mit nur einer Hand nach vorne gestreckt.
Wieder ein anderes Kind bewegt sich grazil und sehr vorsichtig, macht viele und lange Pausen, wartet bis die letzte Verunsicherung weicht.
Manch einer verhaspelt sich im Dickicht und versucht anstatt mit Gewalt hindurchzupreschen den Weg drumherum und muss einen großen Umweg in Kauf nehmen.
Ein weiteres Kind steht vor dem selben Dickicht, zwängt sich aber einfach hindurch, ungeachtet all der Kratzer und Schrammen, die es davon trägt.
Ich sehe wie sie ihre Ohren in meine Richtung justieren und wie sie den Boden mit den Füßen und den Händen betasten. Alle Sinne sind laufen auf hochtouren, denn der eine Sinn - der Sehsinn steht ihnen nicht mehr zur Verfügung.

Es sieht für mich aus wie ein Tanz, wie der Tanz des Lebens, der Tanz ihres Lebens. Für mich ist diese Übung eine Metapher zum realen Leben. Wir gehen einem diffusen Geräusch nach, verlieren immer wieder die Spur, sind verunsichert, halten inne und schöpfen durch diese Pause neue Kraft und neuen Mut.
Manchmal geht es nur auf allen Vieren im Leben weiter und manchmal selbstbewusst und zielgerichtet, bis uns ein Ast ins Gesicht fährt und uns stoppt, wir vor Schmerzen erstmal nicht mehr wissen wohin.
Oder wir sitzen im Dickicht unseres Alltags fest, gefangen von Dornen. Wir wollen mitten durch, weil der Umweg uns zu weit erscheint. Was tun wir dann?
Manchmal hören wir neben uns dann einen vermeintlich sicheren und zielgerichteten Menschen und sind versucht ihm zu folgen, ohne zu wissen, ob er die richtige Richtung eingeschlagen hat. Wir müssen dann entscheiden, wem wir mehr vertrauen (zutrauen). Unserer eigenen Orientierungsfähigkeit oder der eines Anderen. 
In unserem Leben haben wir manchmal auch nicht mehr den Durchblick, sondern müssen uns auf andere Dinge zurückbesinnen, andere Sinne anzapfen. Wir tasten auf einmal genauer, nehmen Dinge wahr, die wir sonst übersehen haben, hören, riechen und schmecken. Wir haben vielleicht den Durchblick verloren, doch erhalten dadurch auch Einblicke in nicht geahnte Fähigkeiten.

Alle Kinder kommen früher oder später bei mir an. Durch die Konzentration sind ihre Backen gerötet und sie Lächeln, sie haben etwas geschafft. Ihr Selbstwertgefühl ist gestiegen, denn sie haben, trotz der vielen Hindernisse, den Weg, ihren Weg gefunden. Jeder ist seinen eigenen Weg gegangen, hat seinen eigenen Weg kreiert, während er ihn gelaufen ist. Er hat sich einfach Schritt für Schritt entwickelt.

Genau das wünschen wir unseren Kinder für ihr ganzes Leben. Zutrauen in ihre Fähigkeiten und den Mut einen Fuß vor den anderen zu setzen, auch wenn man den Weg nicht kennt und nicht weiß wo das Ziel ist. Denn der Weg ist das Ziel, nicht wahr?

Alternative Varianten: 

  1. Dämmerung/Nacht: Gesteigert werden kann diese Übung, indem man sie in der Dämmerung oder Dunkelheit durchführt. Der psychologische Faktor ist dabei immens. Denn natürlich ist man bei Tag und auch bei Nacht durch die Augenbinde "blind". Doch es ist für die Psyche noch mal eine Steigerung, zu wissen, dass man auch ohne das Tuch vor Augen nichts sehen wird.
    Wir empfehlen jedoch diese Übung nur einzeln zu machen, damit das Kind jederzeit die Möglichkeit hat zu rufen, wenn es Angst bekommt oder völlig desorientiert ist. Und am besten wird das Kind von einem zweiten Erwachsenen während des Laufens passiv begleitet.
  2. Bäumchen wechsel dich: Haben die Kinder die Übung schon ein paar mal gemacht, kann man, während sie den Orientierungpunkt fixiert haben, den Ort leise und unauffällig wechseln. Sie müssen sich dadurch neu orientieren, sind vielleicht kurz etwas verunsichert, satteln dann aber auf den neuen Geräuschpunkt um.
  3. Haus/Wohnung: Man kann dieses Spiel auch zuhause spielen. Eine andere Art Verstecken also. Dort wird man schnell erleben, wie sicher sich die Kinder in den eigenen vier Wänden bewegen.
  4. Rollen Tausch: Lasst ein Kind an den Stock und verbindet euch selbst die Augen. Dieses Spiel hat ja auch mit Vertrauen zu tun. Euer Kind wird Euch sicher zu sich Trommeln und spüren, dass ihr ihm voll vertraut und auf es hört ;-) Es wird sich wahrscheinlich kringelig lachen und so habt ihr sogar eine Geräuschkulisse mehr! Denn wann sieht man schon mal Papa oder Mama durch den Wald holpern, stolpern oder krabbeln?

Wir wünschen Euch von Herzen viel Spaß!

Kommentare: 3
  • #3

    Eva Schmelzer (Freitag, 01 Mai 2015 15:26)

    Ich bin mit der Wildnisfamilie inzwischen recht vertraut und von ihr begeistert. Es sind aber nicht „nur“ die spannenden immer wieder neuen Erlebnisse in den verschiedenen Ländern, sondern auch die damit zusammenhängende psychologische Komponente, die Line hervorragend beschreibt. Reisebeschreibungen habe ich einige gelesen, aber die Geschichten der Wildnisfamilie sind einzigartig.

  • #2

    Eva Schmelzer (Dienstag, 03 Februar 2015 13:08)

    Das ist eine Geschichte, ein Projekt, das einen mehr als nachdenklich macht und überdeutlich vor Augen führt, wie schändlich und leichtfertig mit der Natur umgegangen wird, aber auch, wie fremd sie uns geworden ist. Dass der Großteil der Menschen von heute sich ihr nicht mehr zugehörig fühlt, nicht mehr in sie eingebunden zu sein glaubt. Alle Menschen bis hoch zu denen, die die Macht haben, ob die Natur uns in Zukunft erhalten bleibt und nicht weiter zerstört wird, sollten wieder lernen sie zu lieben, dann würde durch die Aussage in diesem Bericht „Was man liebt, auf das gibt man Acht“ die Welt zum Guten verändert werden.
    Ich bewundere diese „Wildnisfamilie“ zutiefst.

  • #1

    Gudrun Kaspareit (Mittwoch, 31 Dezember 2014 12:13)

    Ein tolles Experiment, sehr lehrreich und lesenswert. Danke für das zur Verfügung stellen