Folge mir auf Facebook

Folge mir auf Twitter

Helgoland: Robbenbaby-Watching

Text und Fotos: Gudrun Kaspareit

27. 12. 2011

Robbenmutter mit Baby
Robbenmutter mit Baby

Die Kegelrobbe ist mit bis zu 300 Kg das größte in Deutschland lebende Raubtier.

Eigentlich bevorzugen Kegelrobben felsige Küsten aber es haben sich auch einige Kolonien im Wattenmeer gegründet. Seit 2001 gibt es zum Beispiel auf der Düne von Helgoland einige hundert Kegelrobben.

Die Kegelrobbe wurde stark bejagt und war bis Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts im Wattenmeer fast ausgestorben. Nun erholen sich die Bestände langsam wieder.

Die Seehunde profitieren ebenfalls von dem Schutz und mischen sich unter die Kegelrobben.

Da der Mensch die Robben in Frieden lässt, liegen sie ganz entspannt am Strand und lassen sich bei ihrem Familienleben beobachten. Allein in diesem Jahr sollen bis jeztz 150 Babys geboren worden sein. Wie immer, wenn der Mensch die Natur in Ruhe lässt kehrt ein kleines Stück Paradies zurück.

Eine Wiederansiedlung in der Ostsee scheitert bisher am Wiederstand der Fischer.

(Gudrun Kaspareit)

Junge Robbe
Junge Robbe

http://www.jordsand.eu/

Erleben Sie die Geburt und Aufzucht der jungen Kegelrobben aus nächster Nähe.

In den Wintermonaten November – Dezember kommen an den weißen Stränden Helgolands die Robbenbabys zur Welt und wiegen nur 10-14 kg. Sie werden von einem sehr dichten Fell zunächst vor Kälte und Wind geschützt. Genährt durch die extrem fetthaltige Muttermilch wächst dem Jungtier eine dicke Speckschicht, die nach drei bis vier Wochen die isolierende Funktion übernimmt. So können sie nach drei Wochen bereits ca. 50 kg wiegen. Während dieser Zeit kann man sich am Strand der Helgoländer Badedüne den Tieren bis auf 30 Meter nähern. So nah, wie wohl nirgendwo in Deutschland.

Erst nach dem ersten Fellwechsel folgen sie ihren Eltern ins Meer. 

Patenschaft für Kegelrobben

Um die ehrenamtliche Arbeit des » » Vereins Jordsand e.V. (»» » http://www.jordsand.eu/index.php?id=406) zu unterstützen, wurde die Idee der Patenschaft für die Helgoländer Kegelrobbenbabys ins Leben gerufen.

 

Nach dem guten Erfolg (knapp 100 Patenschaften) der vergangenen Wurfsaison werden auch in diesem Winter erneut Kegelrobbenpatenschaften vergeben. Mit einem einmaligen Beitrag von 50 Euro unterstützt der Pate die ehrenamtliche Arbeit des » » Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e.V., der sich – gemeinsam mit dem „Seehundsjäger“ Rolf Blädel – in vorbildlicher Weise um die Robben kümmert und so zum Schutz der Tiere beiträgt.

 

Die Anmeldung für eine Patenschaft (einmalig 50 Euro) erfolgt ausschließlich über Frank Gutzke, Referent und Stationsleiter des » » Vereins Jordsand auf Helgoland

 

Tel. 04725-7787 oder Email: helgoland@jordsand.de

 

Der Pate erhält eine Patenschafts – Urkunde. Auf Wunsch kann auch eine Spendenquittung ausgestellt werden.

 

Spendenkonto des » » Vereins Jordsand zum Schutze der Seevögel und der Natur e. V. :

 

Kto. 90020670, Sparkasse Holstein BLZ 21352240

 

Wer „sein“ Patenbaby persönlich in Augenschein nehmen will, nimmt an einer kostenlosen Führung zu den Kegelrobben teil:

 

Vom 1. Dezember bis 10. Januar täglich.

 

Treffpunkt ist jeweils um 10.10 am Anleger auf der Düne (10 Uhr Dünenfähre).

 

Kommentare: 3
  • #3

    Eva Schmelzer (Montag, 01 Februar 2016 15:46)


    Gerne hab ich mir Eure Moppels und Blackys und all die anderen nochmal angesehen und die berauschenden Landschaftsfotos. Du schreibst 2011: „Eine Wiederansiedlung in der Ostsee scheitert bisher am Wiederstand der Fischer.“ Ich habe aber im Netz mehrere Einträge gefunden, dass es zumindest vereinzelt wieder Kegelrobben in einigen Ostsee-Regionen gibt. Hier mal ein Link vom Mai 2013:
    http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/bestand-der-kegelrobben-an-der-deutschen-ostsee-kueste-steigt-a-901216.html

  • #2

    Marion Hartmann (Sonntag, 15 Dezember 2013 06:23)

    Die Erhaltung der Arten, der Naturreiche, ist eine der wichtigsten Angelegenheiten überhaupt, Bewußtmachung und Aufklärung vordergründig. Denn nur aus der Bewußtheit heraus kann Naturschutz entstehen und umgesetzt werden. Gudrun Kaspareit`s Engagement in der unablässigen Arbeit ist ein Paradebeispiel in der Selbstverpflichtung, wie dieser gute Bericht über die Robben wieder verdeutlicht. Mein Dank an Gudrun!

  • #1

    Eva Schmelzer (Samstag, 14 Dezember 2013 18:38)

    Du hast sie mir hier so anschaulich nahegebracht, dass ich schon große Lust hätte, sie zu besuchen. Aber leider...
    Zum Glück krampft sich das Herz nicht zusammen, wenn man die Fotos aus Helgoland sieht. Danke.