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Plastik-Tüten-Status

Nie mehr Plastik Tüten
(c) Kleier Öko

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Seit dem neuen Jahr sind in Mauretanien Plastiktüten strikt verboten. Der Handel, die Nutzung und die Verbreitung von Plastiktüten sind nicht mehr erlaubt. Bei Zuwiderhandlung drohen empfindliche Geldstrafen und sogar Gefängnis.

Damit übernimmt der 3. Welt Staat eine Führungsrolle im Kampf gegen die Plastiktüten Flut.

 

Plastiktüten Verbot in Neu Delhi

Auch hier sind seit 2009 Plastiktüten verboten. Nun wurde das Gesetz nochmals verschärft. Die Plastiktüten verstopfen Abflüsse und Kanäle und begünstigen so Überschwemmungen in der Monsunzeit. Allerdings wehren sich die Händler und Hersteller dagegen. Ein führender Verband der Kunststoffhersteller verklagt bereits den Staat wegen befürchteter Umsatzeinbußen und Arbeitsplatzverluste.

(Gudrun Kaspareit)

(Quelle: n-tv.de)

 

Indien nimmt den Kampf gegen die Plastiktüte auf

Hohe Geldbußen und sogar Gefängnisstrafen sollen abschrecken. Begleitet werden die Maßnahmen von einer groß angelegten Plakatkampagne.

Allerdings wird trotz der Aufklärungsarbeit (Plastikmüll zerfällt erst nach 500 Jahren, die Tüten bilden im Meer riesige Knäuel, in denen sich Meerestiere verheddern und sterben, Plastik wird aus Erdöl gewonnen,) das Verbot mangels Alternativen unterlaufen. Die Umsetzung der Gesetze geht eher zäh voran.

(Gudrun Kaspareit)

Mehr Informationen hier:

http://www.sueddeutsche.de/wissen/verbot-von-plastiktueten-vom-muell-gebeutelt-1.444176

 

Plastiktüten Welt-Status

Australien

Kunststofftüten sind im Bundesstaat South Australia und in den Bundesterritorien Australian Capital Territory und Northern Territory verboten. Australien will die Kunststofftüten mit einem Totalverbot abschaffen. Derzeit werden in Australien jährlich etwa 4 Milliarden Kunststofftüten verteilt.

Bangladesch

Kunststofftüten sind seit dem Jahr 2000 in Bangladesch komplett verboten. Sie verstopften während der Monsun-Zeit die Abwasserkanäle und erhöhten das Überschwemmungsrisiko.

Bhutan

In Bhutan sind Kunststofftüten verboten.

China, Volksrepublik

Ab dem 1. Juni 2008 ist es chinesischen Supermärkten, Kaufhäusern und Großhandelsmärkten verboten, Plastiktüten kostenlos abzugeben. Sehr dünne Tüten wurden vollständig verboten. Mit dieser Anordnung sollen der Plastikmüll und die daraus resultierende Verschmutzung reduziert werden. Bei Verstößen droht eine Strafe von bis zu 10 000 Yuan. Statistiken zufolge werden in China täglich drei Milliarden Kunststofftüten verbraucht. Die Verbraucher wurden aufgefordert, wieder Stofftaschen und Körbe zu verwenden. Plastiktüten sollen nach dem Gebrauch gesammelt und recycelt werden.

Frankreich

In Paris trat 2007 ein Verbot von Kunststofftüten in Kraft. Ein landesweites Verbot gibt es seit dem 1. Januar 2010.

Indien

In Indien wurden Plastiktüten verboten. Verstöße werden mit bis zu 1500 Euro bestraft.

Irland

Am 4. März 2002 hat die Republik Irland eine Steuer auf jede Plastiktüte von 0,15 Euro eingeführt. Dies führte zu einer neunzigprozentigen Verringerung der Verwendung von Plastiktüten und verstärkte den Einsatz von wiederverwendbaren Taschen. Der Erlös dieser Steuer wurde für Umweltprojekte verwendet. Viele Einzelhändler in Irland gaben ihren Kunden Papiertüten oder verzichteten einfach ganz auf Verpackung. Die meisten Supermärkte verwendeten weiterhin Plastiktüten. Nachdem die Steuer am 1. Juli 2007 auf 0,22 Euro erhöht wurde, stiegen viele Supermärkte auf wiederverwendbare Stofftüten oder wiederverwendbare, haltbare Plastiktüten um. Sie verkaufen diese Tüten für ca. einen Euro.

Italien

Seit dem 1. Januar 2011 ist die Vermarktung herkömmlicher Plastiktüten in Italien verboten. Als Ersatz sollen Papiertüten, Stoffbeutel und andere leicht abbaubare Tüten, z.B. aus Maisstärke, dienen.

Kenia und Uganda

In Kenia und Uganda gilt für die dünnsten Tüten ein Verbot und für die übrigen eine erhöhte Besteuerung.

Papua-Neuguinea

Plastiktüten sind im Inselstaat Papua-Neuguinea seit 2003 offiziell verboten. Die Gründe dafür liegen in der zunehmenden Verschmutzung der Umwelt durch weggeworfene Plastiktüten und andere Kunststoffe.

Ruanda und Tansania

In den ostafrikanischen Staaten Ruanda (seit 2006) und Tansania (2005) sind Kunststofftüten verboten. Bis zu sechs Monate Haft oder eine Geldstrafe von 2000 Dollar drohen Umweltsündern beim Gebrauch von Kunststofftüten auf der tansanischen Insel Sansibar. Es gibt aber keine Kontrollen oder Ähnliches bei der Einreise auf Sansibar. Auch die einheimischen Händler und Verkäufer verteilen Plastiktüten für die Einkäufe, deswegen ist mit Strafen nicht zu rechnen.

Südafrika

In Südafrika dürfen Kunststofftüten von Einzelhändlern nicht mehr umsonst verteilt werden. Seit dem Jahr 2003 droht ihnen eine Geld- oder Gefängnisstrafe, wenn sie dagegen verstoßen.

(Wikipedia)

 

Und Deutschland?

Das Ergebnis weniger Stunden Sammelaktion
Das Ergebnis weniger Stunden Sammelaktion

Unlängst sagte der Pressesprecher des HDE (Handelsverband Deutschland) Kai Falk, mit einiger Vehemenz, in Deutschland sei ein Plastiktütenverbot unnötig! Die Tüten würden häufig mehrmals verwendet werden, darüber hinaus seien sie oftmals aus kompostierbarem Material. Deshalb würde es in Deutschland kein Plastiktüten-Müll-Problem geben.

Na wenn das so ist......

(Gudrun Kaspareit)

Kommentare: 2
  • #2

    Gudrun Kaspareit (Donnerstag, 28 Februar 2013 09:31)

    Hallo Leko,
    danke für diesen guten Beitrag. Da sieht man mal wieder, dass gut gedacht und gut gemacht zweierlei sind. Am besten wird es sein, Plastik in jeder Form so weit als möglich zu meiden.
    Liebe Grüße - Gudrun

  • #1

    Leko McCulloch (Mittwoch, 27 Februar 2013 23:36)

    das ist so nicht ganz richtig.
    Australien, Australian Capital Territory, hat lediglich das verteilen von kostenlosen lightweight plastiktueten abgeschafft.
    An der Supermarktkasse gibt es die stabileren, aus dickerem Plastik bestehen, Tueten immernoch zu kaufen.

    Und genau da liegt das Problem, und der Grund dafuer, warum der lightweight-Tuetenbann nach hinten losging:
    Die lightweight Tueten waren kompostierbar. Und alle hier (ich leben im ACT) haben sie als kostenlose Mueeltueten "recycled"
    Was auch gut war, weil wir hier ja keine Muellberbrennung haben. Hier kommt der Muell auf die Muellkippe, dann wird Erde draufgekippt, und wenn es sich dann irgendwann gesetzt hat, wird das Land freigegeben zum Bau, fuer die Industrie, als landwirtschaftliche Flaeche......

    Wenige Wochen nach dem lightweight-Tuetenbann sind uns die Muelltueten ausgegangen.
    Seitdem kaufen wir Muelltueten. Nicht-kompostierbare-heavy-duty-Tueten.
    Oekomuelltueten hab ich hier bisher vergeblich gesucht.

    Die Heavy-Duty Muelltueten, die wir jetzt verwenden, aus ganz dickem Plastik, die problemlos mehrere Kilo halten.....
    die verotten net. Nicht zu meinen Lebzeiten. Zumal es hier ja nur alle paar Wochen mal regnet oder troepfelt.


    ich glaub ehrlich, die Natur war mit den lightweight Tueten deutich besser dran. :o(

    Leko