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Auf ewig grün ist unsere Seele - Naturbeschreibung

Naturwelt
Ulla Ortmann

Selbst die größten Naturverweigerer unterliegen den vielfältigen Mechanismen der Natur, welche sowohl in ihrem Innern, als auch im Außen die Marschrichtung vorgibt. Wenn wir glauben, dass wir denken, sind wir überzeugt, das es von uns kommt. Es kommt auch von uns, direkt aus unserem Inneren aus unserer Gesamtpersönlichkeit unter deren Knechtschaft wir unser Leben verbringen, es sei denn, wir reflektieren unser Denken und ordnen es neu, wenn wir es nicht dazu kommen lassen wollen, dieses Denken für allumfassend zu halten. Das Denken ist der Trickster, der Verführer und nur manchmal der Retter, es grenzt uns vom Ganzen ab und läßt uns dessen Schmerzen und Tränen oft nicht mehr fühlen, weil wir unsere Schmerzen und Tränen für wichtiger halten ohne zu erkennen, das gerade sie es sind, welche uns mit diesem Ganzen verbinden auf ewig, weil unsere Seele von immergrüner Natur, von Anbeginn an, das Ganze beinhaltet. Das trennende Denken ist so, wenn es diese ewige Wahrheit nicht anerkennt, nicht mehr in der Lage, im Spiegel des Mitgefühls das eigene Gesicht wiederzuerkennen, was aber notwendig wäre, um unnötigen Schmerz und das damit verbundene Leid am Mitlebewesen zu bekämpfen und zu verhindern. Zutiefst menschlich zu sein, indem diese Notwenigkeit verstanden wird, ist jedoch die unabdingbare Voraussetzung dafür, aus der Knechtschaft des trennenden Denkens auszubrechen. Das hat z. B. schon Gustav Meyring in seinem tiefgründigen Roman, "Das grüne Gesicht" veröffentlicht 1916, herausgefunden.

 

Auszug aus Roman - Gustav Meyrink

 

Baumgesicht

 

Naturwelt

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Kommentare: 5
  • #1

    Frank (Donnerstag, 21 Juli 2011 22:12)

    Klasse liebe Ulla. Pilamayaye wakan tanka nici un ake u wo, ahoe!

  • #2

    Ulla (Freitag, 22 Juli 2011 06:57)

    Danke Fy.

    LGU

  • #3

    Elke (Sonntag, 24 Juli 2011 15:07)

    Ein herzliches Dankeschön für diesen Auszug aus Meyerinks wunderbaren Zeilen. Hoffentlich bleibt uns unser "grünes Gesicht" bewahrt.

    Alles Liebe
    Elke

  • #4

    Ulla (Mittwoch, 27 Juli 2011 19:54)

    Danke Elke für Deinen Kommentar.
    Das grüne Gesicht der Erde wird auf jeden Fall erhalten bleiben, denn es ist stärker als die Zerstörer. Nach Gustav Meyrink ist unser Verhältnis zu unserer inneren Natur fundamental gestört durch die Abhängigkeit vom Denken und wie wir über die Natur denken. Grausamkeit und Gleichgültigkeit sind das Ergebnis eines sich der Natur entfremdenden Denkens, welches sich des eigenen Grünen Gesichtes nicht mehr bewußt ist.

    VlG
    Ursula

  • #5

    Fam.Detlef M. (Mittwoch, 28 September 2011 09:46)

    Stress, Schlaflosigkeit, Konzentrationsschwäche u.v.m die Natur hilft uns immer. Auf ewig grün ist unsere Seele - das trifft es ganz genau

    Eine schöne Seite vielen Dank